Guardian Eye auf Linux: Vollständige Installationsanleitung
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation und Ausführung von Guardian Eye auf Ubuntu, Debian, Fedora und Arch Linux. Systemanforderungen, Fehlerbehebung und Best Practices für Linux-Überwachungssysteme.
Einführung
Guardian Eye läuft nativ auf Linux und bietet die gleichen leistungsstarken Videoüberwachungsfunktionen wie unter Windows - aber mit den Vorteilen von Stabilität, Sicherheit und Leistung von Linux.
Diese Anleitung behandelt alles Notwendige zur Installation von Guardian Eye auf gängigen Linux-Distributionen, Konfiguration von Kameras und den reibungslosen Betrieb Ihres Überwachungssystems.
Warum Linux für Überwachung wählen?
- Felsenfeste Stabilität - Linux-Server können monatelang/jahrelang ohne Neustart laufen
- Bessere Leistung - Geringerer Ressourcenverbrauch bedeutet mehr Kameras auf gleicher Hardware
- Frei und Open-Source - Keine Lizenzkosten für das Betriebssystem
- Integrierter Remote-Zugriff - SSH für einfache Headless-Server-Verwaltung
- Erweiterte Automatisierung - systemd-Dienste, Cron-Jobs, benutzerdefinierte Skripte
- Perfekt für NAS/Server-Setups - Läuft auf bestehender Heimserver-Infrastruktur
Systemanforderungen
Minimale Anforderungen
| Komponente | Minimum | Empfohlen |
|---|---|---|
| CPU | Dual-Core 1.5GHz | Quad-Core 2.0GHz+ |
| RAM | 2GB | 4GB+ (8GB für 4+ Kameras) |
| Speicher | 10GB System + Aufnahmeplatz | SSD für OS, HDD für Aufnahmen |
| Netzwerk | 100 Mbps Ethernet | Gigabit Ethernet |
| Linux Kernel | 5.10+ | 6.0+ (neueste stabile) |
Unterstützte Distributionen
- Ubuntu - 20.04 LTS, 22.04 LTS, 24.04 LTS (empfohlen für Anfänger)
- Debian - 11 (Bullseye), 12 (Bookworm)
- Fedora - 38, 39, 40
- Arch Linux - Rolling Release (fortgeschrittene Benutzer)
- Andere - Jede Distribution mit .NET 8.0 Runtime-Unterstützung
Installationsmethoden
Methode 1: DEB-Paket (Ubuntu/Debian)
Einfachste Methode für Debian-basierte Distributionen mit automatischer Abhängigkeitsauflösung.
- .deb-Paket herunterladen:
wget https://getguardianeye.com/downloads/linux/GuardianEye-1.0.0-linux-x64.deb
- Mit apt installieren:
sudo apt install ./GuardianEye-1.0.0-linux-x64.deb
Installiert automatisch .NET Runtime und andere Abhängigkeiten.
- Installation überprüfen:
guardianeye --version
- Dienst starten:
sudo systemctl start guardianeye
sudo systemctl enable guardianeye # Autostart beim Booten
Methode 2: Tarball (Alle Distributionen)
Manuelle Installation für Fedora, Arch oder andere Nicht-Debian-Distributionen.
- .NET 8.0 Runtime installieren:
# Ubuntu/Debian
sudo apt install dotnet-runtime-8.0
# Fedora
sudo dnf install dotnet-runtime-8.0
# Arch
sudo pacman -S dotnet-runtime-8.0 - Tarball herunterladen und extrahieren:
wget https://getguardianeye.com/downloads/linux/GuardianEye-1.0.0-linux-x64.tar.gz
sudo mkdir -p /opt/guardianeye
sudo tar -xzf GuardianEye-1.0.0-linux-x64.tar.gz -C /opt/guardianeye - Berechtigungen setzen:
sudo chmod +x /opt/guardianeye/GuardianEye
sudo chown -R $USER:$USER /opt/guardianeye
systemd-Dienst einrichten (Autostart)
Guardian Eye automatisch beim Booten starten mit systemd.
- Dienst-Datei erstellen:
sudo nano /etc/systemd/system/guardianeye.service
- Dienst-Konfiguration hinzufügen:
[Unit]
Description=Guardian Eye Surveillance System
After=network.target
[Service]
Type=notify
User=guardianeye
WorkingDirectory=/opt/guardianeye
ExecStart=/opt/guardianeye/GuardianEye
Restart=on-failure
RestartSec=10
[Install]
WantedBy=multi-user.target - Dedizierten Benutzer erstellen (Sicherheits-Best-Practice):
sudo useradd -r -s /bin/false guardianeye
sudo chown -R guardianeye:guardianeye /opt/guardianeye - Dienst aktivieren und starten:
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable guardianeye
sudo systemctl start guardianeye
Zugriff auf Guardian Eye
GUI-Zugriff (Desktop-Umgebungen)
Bei Desktop-Linux-Distributionen (Ubuntu Desktop, Linux Mint, etc.):
- Aus Anwendungsmenü starten:
Anwendungen → Multimedia → Guardian Eye - Oder aus Terminal:
guardianeye
Web-Interface-Zugriff (Headless-Server)
Für Server ohne GUI bietet Guardian Eye ein Web-Interface:
- Guardian Eye läuft standardmäßig auf
http://localhost:5000 - Zugriff von anderem Computer:
http://server-ip:5000 - Firewall konfigurieren für Port 5000:
sudo ufw allow 5000/tcp # UFW (Ubuntu)
sudo firewall-cmd --add-port=5000/tcp --permanent # firewalld (Fedora)
Kameras auf Linux konfigurieren
USB-Webcam-Erkennung
Guardian Eye verwendet V4L2 (Video4Linux2) für USB-Webcams.
- Verfügbare Webcams auflisten:
v4l2-ctl --list-devices
- Geräteberechtigungen prüfen:
sudo usermod -aG video $USER
# Abmelden und erneut anmelden - In Guardian Eye: Einstellungen → Kameras → Kamera hinzufügen → USB Webcam →
/dev/video0wählen
IP-Kamera (RTSP) Setup
Wie unter Windows - Guardian Eye verwendet Standard-RTSP-Protokoll.
rtsp://admin:password@192.168.1.100:554/stream1
Speicherkonfiguration
Dediziertes Aufnahmelaufwerk
- Laufwerk dauerhaft mounten:
sudo mkdir -p /mnt/surveillance
sudo blkid # UUID Ihres Laufwerks finden
sudo nano /etc/fstab
# Zeile hinzufügen (UUID durch Ihre ersetzen):
UUID=YOUR-UUID-HERE /mnt/surveillance ext4 defaults 0 2
sudo mount -a - Berechtigungen setzen:
sudo chown -R guardianeye:guardianeye /mnt/surveillance
- In Guardian Eye konfigurieren: Einstellungen → Aufnahme → Ausgabepfad →
/mnt/surveillance/recordings
Häufige Probleme & Fehlerbehebung
❌ Problem: "GuardianEye: Befehl nicht gefunden"
Lösungen:
- Symlink erstellen:
sudo ln -s /opt/guardianeye/GuardianEye /usr/local/bin/guardianeye - Direkt ausführen:
/opt/guardianeye/GuardianEye
❌ Problem: USB-Webcam nicht erkannt
Lösungen:
- Gerät überprüfen:
lsusbundv4l2-ctl --list-devices - v4l-utils installieren:
sudo apt install v4l-utils - Benutzer zu video-Gruppe hinzufügen:
sudo usermod -aG video $USER
❌ Problem: Hohe CPU/Speicherauslastung
Lösungen:
- Kamera-Auflösung/FPS in Einstellungen reduzieren
- H.264-Hardware-Beschleunigung nutzen wenn verfügbar
- Ressourcen überwachen:
htopodersystemctl status guardianeye
Leistungsoptimierung
1. SSD für OS und Datenbank verwenden
Guardian Eye auf SSD installieren für schnelleren Start. HDD nur für Aufnahmen verwenden.
2. swappiness anpassen (Server mit wenig RAM)
sudo sysctl -p
3. GUI auf Servern deaktivieren
Sicherheits-Best-Practices
- Als Nicht-Root-Benutzer ausführen - Immer dedizierten
guardianeye-Benutzer verwenden - Firewall-Konfiguration - Port 5000 nur von vertrauenswürdigen IPs erlauben
- Reverse Proxy mit HTTPS verwenden - nginx mit Let's Encrypt SSL einrichten
- Kameras in VLAN isolieren - Kamera-Zugriff auf Internet/Hauptnetzwerk verhindern
- Regelmäßige Updates - Guardian Eye und Systempakete aktuell halten
Fazit
Guardian Eye auf Linux bietet eine leistungsstarke, flexible und kostengünstige Überwachungslösung. Ob Heimserver, NAS oder dediziertes Sicherheitssystem - Linux' Stabilität und Leistung machen es zur ausgezeichneten Wahl für 24/7-Aufnahme.
Kurzanleitung:
- Installation via .deb-Paket (Ubuntu/Debian) oder Tarball (andere)
- systemd-Dienst für Autostart einrichten
- USB-Webcams via V4L2 oder RTSP-IP-Kameras konfigurieren
- Dediziertes Laufwerk für Aufnahmen mit richtigen Berechtigungen
- Zugriff via GUI (Desktop) oder Web-Interface (Headless-Server)
- Optimierung: Hardware-Beschleunigung, niedrige FPS, swappiness
- Absicherung: Nicht-Root-Benutzer, Firewall, HTTPS-Reverse-Proxy
Guardian Eye auf Ihrem Linux-Server ausführen
Ubuntu Server, Debian, Fedora, Arch - Guardian Eye läuft auf allen großen Linux-Distributionen. Perfekt für NAS, Headless-Server oder Desktop-Überwachungssysteme mit voller RTSP-, USB-Webcam- und ONVIF-Unterstützung.
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