24/7 Aufnahme vs Bewegungsgesteuert: Was ist richtig für Sie?
Vergleichen Sie kontinuierliche und ereignisbasierte Aufnahmeansätze, um die beste Strategie für Ihre Überwachungsbedürfnisse und Ihr Speicherbudget zu wählen.
Einführung
Eine der ersten Entscheidungen beim Einrichten von Videoüberwachung ist die Wahl zwischen 24/7 kontinuierlicher Aufnahme oder bewegungsgesteuerter Ereignisaufnahme. Diese Wahl hat erhebliche Auswirkungen auf Speicheranforderungen, Zeit zur Durchsicht des Filmmaterials und Ihre Fähigkeit, kritische Ereignisse zu erfassen.
Dieser Leitfaden analysiert die Vor- und Nachteile sowie ideale Anwendungsfälle für jeden Ansatz, um Ihnen bei einer fundierten Entscheidung zu helfen.
24/7 Kontinuierliche Aufnahme
Wie es funktioniert
Kamera zeichnet ununterbrochen Video auf, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Alle Aufnahmen werden gespeichert, unabhängig davon, ob Bewegung erkannt wird.
Vorteile
- Null verpasste Ereignisse: Jede Sekunde wird aufgezeichnet, einschließlich Ereignisse vor Bewegungserkennung
- Kontext-Erfassung: Sehen Sie, was vor und nach einem Ereignis passiert ist
- Zuverlässige Beweise: Keine Lücken im Filmmaterial durch Erkennungsfehler
- Kein Konfigurations-Kopfschmerz: Überspringen Sie Empfindlichkeitsabstimmung, Erkennungszonen
- Glatte Timeline: Durchsuchen Sie eine kontinuierliche Timeline ohne zwischen Clips zu springen
- Forensischer Wert: Überprüfen Sie Aufnahmen für Ereignisse, von denen Sie nicht wussten
Nachteile
- Massive Speicheranforderungen: 1 Kamera @ 1080p verbraucht 2-5 GB/Stunde (48-120 GB/Tag)
- Schwierige Durchsicht: Spezifische Ereignisse finden erfordert Durchsicht von Stunden Video
- Höhere Hardware-Kosten: Brauchen große Festplatten oder NAS-Systeme
- Schnellerer Laufwerkverschleiß: Ständige Schreibvorgänge reduzieren SSD/HDD-Lebensdauer
- Bandbreiten-lastig: Kann Netzwerk belasten bei Remote-Aufnahme
Speicherberechnungs-Beispiel
| Auflösung | Bitrate | Pro Tag | Pro Woche | Pro Monat |
|---|---|---|---|---|
| 720p (1 Kamera) | 1.5 Mbps | 16 GB | 112 GB | 480 GB |
| 1080p (1 Kamera) | 3 Mbps | 32 GB | 224 GB | 960 GB (~1 TB) |
| 4K (1 Kamera) | 8 Mbps | 86 GB | 600 GB | 2.5 TB |
| 4 Kameras @ 1080p | 3 Mbps jede | 128 GB | 896 GB | 3.8 TB |
Faustregel: 1 TB speichert ungefähr 7 Tage 24/7 Material von einer 1080p Kamera.
Beste Anwendungsfälle
- Hochsicherheits-Umgebungen: Banken, Juweliergeschäfte, kritische Infrastruktur
- Gesetzliche Compliance: Unternehmen mit regulatorischen Aufnahmeanforderungen
- Wertvolles Eigentum: Orte, an denen das Verpassen eines Ereignisses inakzeptabel ist
- Kleine Kamera-Anzahl (1-2): Speicherkosten sind bei wenigen Kameras handhabbar
- Unbegrenzter Speicher: Große NAS-Systeme oder dedizierte Überwachungsserver
Bewegungsgesteuerte Aufnahme
Wie es funktioniert
Kamera überwacht kontinuierlich auf Bewegung, speichert aber nur Video wenn Bewegung erkannt wird. Beinhaltet typischerweise Vor-Puffer (5-10 Sekunden vor Auslösung) und Nach-Puffer (10-30 Sekunden nach Bewegungsstopp).
Vorteile
- Minimaler Speicher: 95-99% weniger Speicher als 24/7 (nur Ereignisse gespeichert)
- Einfache Durchsicht: Alle Clips sind bereits auf interessante Ereignisse gefiltert
- Längere Aufbewahrung: 30-90 Tage behalten statt 7 Tage mit gleichem Speicher
- Kosteneffizient: Funktioniert mit kleinen Laufwerken (256GB-1TB für mehrere Kameras)
- Reduzierter Laufwerkverschleiß: Schreibt nur während Ereignissen
- Bandbreiten-freundlich: Remote-Aufnahme verbraucht weniger Daten
Nachteile
- Verpasste Ereignisse: Fehlkonfigurierte Empfindlichkeit kann langsame Eindringlinge verpassen
- Kein Kontext: Clips starten bei Bewegungserkennung, verpassen Vor-Ereignis-Aktivität
- Konfiguration erforderlich: Muss Empfindlichkeit, Zonen, Cooldown-Zeiten abstimmen
- Falsche Alarme: Schatten, Haustiere, Wetter können unerwünschte Aufnahmen auslösen
- Fragmentierte Timeline: Material ist in einzelne Clips aufgeteilt
- Erkennungsfehler: Kamera-Fehlfunktionen, tote Zonen oder clevere Eindringlinge können Auslöser vermeiden
Speicherberechnungs-Beispiel
Angenommen 10 Bewegungsereignisse pro Tag, 2 Minuten durchschnittliche Dauer pro Ereignis:
| Szenario | Ereignisse/Tag | Pro Tag | Pro Woche | 30 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Ruhiger Hinterhof | 5 Ereignisse | 500 MB | 3.5 GB | 15 GB |
| Moderater Verkehr | 15 Ereignisse | 1.5 GB | 10.5 GB | 45 GB |
| Belebter Eingang | 50 Ereignisse | 5 GB | 35 GB | 150 GB |
| 4 Kameras (gemischt) | Durchschn. 15/Kamera | 6 GB | 42 GB | 180 GB |
Ergebnis: Bewegungsgesteuert verwendet ~95% weniger Speicher als 24/7 für typische Wohn-Setups.
Beste Anwendungsfälle
- Wohnhäuser: Die meisten Hausbesitzer brauchen ereignisbasierte Aufnahme
- Begrenzter Speicher: Funktioniert mit bescheidenen Laufwerken (256GB-1TB)
- Mehrere Kameras: 4+ Kameras machen 24/7 Speicher unerschwinglich teuer
- Lange Aufbewahrung: 30-90 Tage Ereignisse behalten vs 7 Tage kontinuierlich
- Remote-Überwachung: Geringere Bandbreite für Cloud-Uploads
Hybrid-Ansatz: Das Beste aus beiden Welten
Viele Benutzer kombinieren beide Strategien:
Option 1: Prioritäts-basierte Aufnahme
- Kritische Kameras (Haustür, Safe): 24/7 Aufnahme
- Sekundäre Kameras (Hinterhof, Garage): Bewegungsgesteuert
Option 2: Duale Aufnahmemodi
Guardian Eye Pro unterstützt:
- Kontinuierliche Low-Res Aufnahme (720p): 24/7 Timeline für Kontext
- High-Res Clips (1080p/4K): Ausgelöst bei Bewegung für Details
Option 3: Zeit-basiertes Umschalten
- Geschäftszeiten: Bewegungsgesteuert (8:00-18:00)
- Nach Geschäftsschluss: 24/7 Aufnahme (18:00-8:00)
Ihre Entscheidung treffen
Wählen Sie 24/7 Aufnahme wenn:
- ✅ Speicherbudget ist keine Einschränkung (großes NAS oder Server)
- ✅ Sie haben 1-2 Kameras (Speicher handhabbar)
- ✅ Hochsicherheits-Umgebung wo verpasste Ereignisse inakzeptabel sind
- ✅ Gesetzliche/Compliance-Anforderungen kontinuierliche Aufnahme vorschreiben
- ✅ Sie brauchen forensische Überprüfungsfähigkeit
Wählen Sie Bewegungsgesteuert wenn:
- ✅ Begrenztes Speicherbudget (unter 1TB verfügbar)
- ✅ Sie haben 3+ Kameras (Speicherkosten multiplizieren sich)
- ✅ Wohn- oder Kleinunternehmens-Nutzung (Ereignisse sind selten)
- ✅ Wollen längere Aufbewahrung (30-90 Tage vs 7 Tage)
- ✅ Einfache Material-Durchsicht ist Priorität (Clips vorgefiltert)
Wählen Sie Hybrid wenn:
- ✅ Sie haben gemischte-Prioritäts-Kameras (einige kritisch, andere nicht)
- ✅ Wollen Kontext (kontinuierlich) + Details (High-Res Ereignisse)
- ✅ Moderates Speicherbudget (1-4 TB)
- ✅ Unterschiedliche Aufnahmebedürfnisse zu unterschiedlichen Zeiten (Tag vs Nacht)
Guardian Eye Empfehlungen
Kostenlose Version (1 Kamera, 7 Tage Aufbewahrung)
Empfohlen: Bewegungsgesteuert
- 7 Tage @ 24/7 = 224 GB (1080p)
- 7 Tage @ Bewegung = ~10 GB (spart 95% Speicher)
Home Plan (4 Kameras, 30 Tage Aufbewahrung)
Empfohlen: Hybrid
- Haustür: 24/7 (kritisch, wollen vollen Kontext)
- Hinterhof, Garage, Seite: Bewegungsgesteuert
- Gesamt-Speicher: ~1-2 TB
Pro Plan (Unbegrenzte Kameras)
Empfohlen: Prioritäts-basierter Hybrid
- Tier 1 Kameras (2-3): 24/7 Aufnahme
- Tier 2 Kameras (Rest): Bewegungsgesteuert
- Erwägen Sie Dual-Modus (kontinuierlich Low-Res + High-Res Ereignisse)
Fazit
Es gibt keine universell "richtige" Wahl—es hängt von Ihren Prioritäten ab:
- 24/7 = Seelenfrieden + Speicherkosten: Verpassen Sie nie ein Ereignis, aber zahlen Sie für Speicher
- Bewegung = Effizienz + Konfigurationsaufwand: Minimaler Speicher, aber erfordert Abstimmung
- Hybrid = Ausgewogener Kompromiss: Wenden Sie 24/7 nur an, wo kritisch
Smart starten: Beginnen Sie mit bewegungsgesteuerter Aufnahme, überwachen Sie 1-2 Wochen auf falsche Alarme und verpasste Ereignisse, dann schalten Sie kritische Kameras auf 24/7 bei Bedarf.
Probieren Sie beide Aufnahmemodi
Guardian Eye unterstützt nahtloses Umschalten zwischen 24/7 und bewegungsgesteuerter Aufnahme. Testen Sie beide Ansätze, um herauszufinden, was für Ihr Setup funktioniert.
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