24/7 Aufnahme vs Bewegungsgesteuert: Was ist richtig für Sie?

Vergleichen Sie kontinuierliche und ereignisbasierte Aufnahmeansätze, um die beste Strategie für Ihre Überwachungsbedürfnisse und Ihr Speicherbudget zu wählen.

Min Lesezeit: 10 min

Einführung

Eine der ersten Entscheidungen beim Einrichten von Videoüberwachung ist die Wahl zwischen 24/7 kontinuierlicher Aufnahme oder bewegungsgesteuerter Ereignisaufnahme. Diese Wahl hat erhebliche Auswirkungen auf Speicheranforderungen, Zeit zur Durchsicht des Filmmaterials und Ihre Fähigkeit, kritische Ereignisse zu erfassen.

Dieser Leitfaden analysiert die Vor- und Nachteile sowie ideale Anwendungsfälle für jeden Ansatz, um Ihnen bei einer fundierten Entscheidung zu helfen.

24/7 Kontinuierliche Aufnahme

Wie es funktioniert

Kamera zeichnet ununterbrochen Video auf, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Alle Aufnahmen werden gespeichert, unabhängig davon, ob Bewegung erkannt wird.

Vorteile

  • Null verpasste Ereignisse: Jede Sekunde wird aufgezeichnet, einschließlich Ereignisse vor Bewegungserkennung
  • Kontext-Erfassung: Sehen Sie, was vor und nach einem Ereignis passiert ist
  • Zuverlässige Beweise: Keine Lücken im Filmmaterial durch Erkennungsfehler
  • Kein Konfigurations-Kopfschmerz: Überspringen Sie Empfindlichkeitsabstimmung, Erkennungszonen
  • Glatte Timeline: Durchsuchen Sie eine kontinuierliche Timeline ohne zwischen Clips zu springen
  • Forensischer Wert: Überprüfen Sie Aufnahmen für Ereignisse, von denen Sie nicht wussten

Nachteile

  • Massive Speicheranforderungen: 1 Kamera @ 1080p verbraucht 2-5 GB/Stunde (48-120 GB/Tag)
  • Schwierige Durchsicht: Spezifische Ereignisse finden erfordert Durchsicht von Stunden Video
  • Höhere Hardware-Kosten: Brauchen große Festplatten oder NAS-Systeme
  • Schnellerer Laufwerkverschleiß: Ständige Schreibvorgänge reduzieren SSD/HDD-Lebensdauer
  • Bandbreiten-lastig: Kann Netzwerk belasten bei Remote-Aufnahme

Speicherberechnungs-Beispiel

Auflösung Bitrate Pro Tag Pro Woche Pro Monat
720p (1 Kamera) 1.5 Mbps 16 GB 112 GB 480 GB
1080p (1 Kamera) 3 Mbps 32 GB 224 GB 960 GB (~1 TB)
4K (1 Kamera) 8 Mbps 86 GB 600 GB 2.5 TB
4 Kameras @ 1080p 3 Mbps jede 128 GB 896 GB 3.8 TB

Faustregel: 1 TB speichert ungefähr 7 Tage 24/7 Material von einer 1080p Kamera.

Beste Anwendungsfälle

  • Hochsicherheits-Umgebungen: Banken, Juweliergeschäfte, kritische Infrastruktur
  • Gesetzliche Compliance: Unternehmen mit regulatorischen Aufnahmeanforderungen
  • Wertvolles Eigentum: Orte, an denen das Verpassen eines Ereignisses inakzeptabel ist
  • Kleine Kamera-Anzahl (1-2): Speicherkosten sind bei wenigen Kameras handhabbar
  • Unbegrenzter Speicher: Große NAS-Systeme oder dedizierte Überwachungsserver

Bewegungsgesteuerte Aufnahme

Wie es funktioniert

Kamera überwacht kontinuierlich auf Bewegung, speichert aber nur Video wenn Bewegung erkannt wird. Beinhaltet typischerweise Vor-Puffer (5-10 Sekunden vor Auslösung) und Nach-Puffer (10-30 Sekunden nach Bewegungsstopp).

Vorteile

  • Minimaler Speicher: 95-99% weniger Speicher als 24/7 (nur Ereignisse gespeichert)
  • Einfache Durchsicht: Alle Clips sind bereits auf interessante Ereignisse gefiltert
  • Längere Aufbewahrung: 30-90 Tage behalten statt 7 Tage mit gleichem Speicher
  • Kosteneffizient: Funktioniert mit kleinen Laufwerken (256GB-1TB für mehrere Kameras)
  • Reduzierter Laufwerkverschleiß: Schreibt nur während Ereignissen
  • Bandbreiten-freundlich: Remote-Aufnahme verbraucht weniger Daten

Nachteile

  • Verpasste Ereignisse: Fehlkonfigurierte Empfindlichkeit kann langsame Eindringlinge verpassen
  • Kein Kontext: Clips starten bei Bewegungserkennung, verpassen Vor-Ereignis-Aktivität
  • Konfiguration erforderlich: Muss Empfindlichkeit, Zonen, Cooldown-Zeiten abstimmen
  • Falsche Alarme: Schatten, Haustiere, Wetter können unerwünschte Aufnahmen auslösen
  • Fragmentierte Timeline: Material ist in einzelne Clips aufgeteilt
  • Erkennungsfehler: Kamera-Fehlfunktionen, tote Zonen oder clevere Eindringlinge können Auslöser vermeiden

Speicherberechnungs-Beispiel

Angenommen 10 Bewegungsereignisse pro Tag, 2 Minuten durchschnittliche Dauer pro Ereignis:

Szenario Ereignisse/Tag Pro Tag Pro Woche 30 Tage
Ruhiger Hinterhof 5 Ereignisse 500 MB 3.5 GB 15 GB
Moderater Verkehr 15 Ereignisse 1.5 GB 10.5 GB 45 GB
Belebter Eingang 50 Ereignisse 5 GB 35 GB 150 GB
4 Kameras (gemischt) Durchschn. 15/Kamera 6 GB 42 GB 180 GB

Ergebnis: Bewegungsgesteuert verwendet ~95% weniger Speicher als 24/7 für typische Wohn-Setups.

Beste Anwendungsfälle

  • Wohnhäuser: Die meisten Hausbesitzer brauchen ereignisbasierte Aufnahme
  • Begrenzter Speicher: Funktioniert mit bescheidenen Laufwerken (256GB-1TB)
  • Mehrere Kameras: 4+ Kameras machen 24/7 Speicher unerschwinglich teuer
  • Lange Aufbewahrung: 30-90 Tage Ereignisse behalten vs 7 Tage kontinuierlich
  • Remote-Überwachung: Geringere Bandbreite für Cloud-Uploads

Hybrid-Ansatz: Das Beste aus beiden Welten

Viele Benutzer kombinieren beide Strategien:

Option 1: Prioritäts-basierte Aufnahme

  • Kritische Kameras (Haustür, Safe): 24/7 Aufnahme
  • Sekundäre Kameras (Hinterhof, Garage): Bewegungsgesteuert

Option 2: Duale Aufnahmemodi

Guardian Eye Pro unterstützt:

  • Kontinuierliche Low-Res Aufnahme (720p): 24/7 Timeline für Kontext
  • High-Res Clips (1080p/4K): Ausgelöst bei Bewegung für Details

Option 3: Zeit-basiertes Umschalten

  • Geschäftszeiten: Bewegungsgesteuert (8:00-18:00)
  • Nach Geschäftsschluss: 24/7 Aufnahme (18:00-8:00)

Ihre Entscheidung treffen

Wählen Sie 24/7 Aufnahme wenn:

  • ✅ Speicherbudget ist keine Einschränkung (großes NAS oder Server)
  • ✅ Sie haben 1-2 Kameras (Speicher handhabbar)
  • ✅ Hochsicherheits-Umgebung wo verpasste Ereignisse inakzeptabel sind
  • ✅ Gesetzliche/Compliance-Anforderungen kontinuierliche Aufnahme vorschreiben
  • ✅ Sie brauchen forensische Überprüfungsfähigkeit

Wählen Sie Bewegungsgesteuert wenn:

  • ✅ Begrenztes Speicherbudget (unter 1TB verfügbar)
  • ✅ Sie haben 3+ Kameras (Speicherkosten multiplizieren sich)
  • ✅ Wohn- oder Kleinunternehmens-Nutzung (Ereignisse sind selten)
  • ✅ Wollen längere Aufbewahrung (30-90 Tage vs 7 Tage)
  • ✅ Einfache Material-Durchsicht ist Priorität (Clips vorgefiltert)

Wählen Sie Hybrid wenn:

  • ✅ Sie haben gemischte-Prioritäts-Kameras (einige kritisch, andere nicht)
  • ✅ Wollen Kontext (kontinuierlich) + Details (High-Res Ereignisse)
  • ✅ Moderates Speicherbudget (1-4 TB)
  • ✅ Unterschiedliche Aufnahmebedürfnisse zu unterschiedlichen Zeiten (Tag vs Nacht)

Guardian Eye Empfehlungen

Kostenlose Version (1 Kamera, 7 Tage Aufbewahrung)

Empfohlen: Bewegungsgesteuert

  • 7 Tage @ 24/7 = 224 GB (1080p)
  • 7 Tage @ Bewegung = ~10 GB (spart 95% Speicher)

Home Plan (4 Kameras, 30 Tage Aufbewahrung)

Empfohlen: Hybrid

  • Haustür: 24/7 (kritisch, wollen vollen Kontext)
  • Hinterhof, Garage, Seite: Bewegungsgesteuert
  • Gesamt-Speicher: ~1-2 TB

Pro Plan (Unbegrenzte Kameras)

Empfohlen: Prioritäts-basierter Hybrid

  • Tier 1 Kameras (2-3): 24/7 Aufnahme
  • Tier 2 Kameras (Rest): Bewegungsgesteuert
  • Erwägen Sie Dual-Modus (kontinuierlich Low-Res + High-Res Ereignisse)

Fazit

Es gibt keine universell "richtige" Wahl—es hängt von Ihren Prioritäten ab:

  • 24/7 = Seelenfrieden + Speicherkosten: Verpassen Sie nie ein Ereignis, aber zahlen Sie für Speicher
  • Bewegung = Effizienz + Konfigurationsaufwand: Minimaler Speicher, aber erfordert Abstimmung
  • Hybrid = Ausgewogener Kompromiss: Wenden Sie 24/7 nur an, wo kritisch

Smart starten: Beginnen Sie mit bewegungsgesteuerter Aufnahme, überwachen Sie 1-2 Wochen auf falsche Alarme und verpasste Ereignisse, dann schalten Sie kritische Kameras auf 24/7 bei Bedarf.

Probieren Sie beide Aufnahmemodi

Guardian Eye unterstützt nahtloses Umschalten zwischen 24/7 und bewegungsgesteuerter Aufnahme. Testen Sie beide Ansätze, um herauszufinden, was für Ihr Setup funktioniert.

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